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24.09. LILA LIED im Kleist Forum Frankfurt (Oder)

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Bunter Performance-Abend im Kleist Forum: Nach komplett ausverkauften Vorstellungen im letzten Jahr kommt das multimediale queere Cabaret LILA LIED am 24.09. nach Frankfurt (Oder)!

LILA LIED: The Queer Cabaret

Aufführung:
24.09.22, 19:30 Uhr
Kleist Forum, Platz der Einheit 1, Frankfurt (Oder)
Gastspiel im Rahmen des Pride Frankfurt-Słubice

>>> Tickets <<<


Weitere Temine:
02./03./04.12.22, 20:00 Uhr
Ballhaus Prinzenallee, Prinzenallee 33, Berlin-Wedding

Sprache:
Englisch (mit deutschen und polnischen Untertiteln)

Trailer:
https://youtu.be/cj1NOv50H4o

 

 


Pressemitteilung

Der Vorhang glitzert und eine raue Stimme haucht ins Mikrofon. „Wir sind nun einmal anders als die andern, die nur im Gleichschritt der Moral geliebt“. So heißt es im Lila Lied, das der jüdische Komponist Mischa Spoliansky gemeinsam mit Kurt Schwabach 1920 schrieb. Es wurde zur Hymne der noch jungen Homosexuellen-Bewegung und besingt den Traum von Gleichberechtigung und Akzeptanz in einer offenen Gesellschaft. Gut hundert Jahre später wird das Lila Lied erneut zu hören sein!

Mit dem queeren Cabaret LILA LIED, einem bunten und politischen Performance-Abend, verwandelt die internationale Künstler*innen-Gruppe um den Sänger und Regisseur Ludwig Obst das Kleist Forum in Frankfurt (Oder) in eine quirlige Manege und führt das Publikum dabei in eine musikalische Reise durch die Subkultur der Weimarer Republik. Als schlau transformierte Figuren begegnen wir mit Drag, Tanz, Burlesque und Spoken Word historischen Künstler-Persönlichkeiten, die von ihren Kämpfen, ihrer Lust, ihrer Ausgrenzung und Verfolgung berichten.

Der ebenso unterhaltsame wie informative Theaterabend wird kollektiv gestaltet von Künstler*innen unterschiedlichster Hintergründe. Mit dabei sind die libanesische Drag-Künstler*in Queen of Virginity, die polnische Elektromusik-Künstler*in und Aktivistin Zosia Hołubowska, die französisch-malische Tänzerin, Schriftstellerin und Schauspielerin Maïmouna Coulibaly sowie der chilenische Tänzer Victor González.

Lustvoll szenisch ausgestaltet, lädt die Performance-Gruppe ein, historischen Persönlichkeiten wie der feministischen Sängerin Claire Waldoff, der skandalumwobenen Tänzerin Anita Berber oder dem in den 1920ern offen schwul lebenden Sänger Paul O’Montis zu begegnen. Fernab von jeglicher Weimar-Nostalgie nähert sich das Ensemble diesen Persönlichkeiten, indem es nach autobiografischen Schnittstellen sucht. So formuliert die Cabaret-Gruppe einen queer-migrantischen Blick auf unsere Gesellschaft heute: und der Position all jener, die auf vielfältigste Weise „anders als die anderen“ sind.

Statement vom Künstlerischen Leiter Ludwig Obst:
„Im Sommer 2019 kam es zu gewalttätigen Ausschreitungen gegen die Demonstrant*innen der ersten Pride Parade in Białystok, einer Stadt im Nordosten Polens, die auch die Geburtsstadt von Spoliansky, dem Komponisten des Lila Liedes ist. Als schwuler Künstler mit polnischem Migrationshintergrund waren diese Ereignisse ein Weckruf. Das Cabaret LILA LIED ist aus dem Bedürfnis heraus entstanden, meine Stimme aus meiner privilegierten Position heraus stärker zu nutzen, um dem wachsenden Nationalismus und dem zunehmenden Hass auf Minderheiten etwas entgegenzusetzen, da sonst unser weltoffenes Zusammenleben in Deutschland und Europa schnell gefährdet sein kann. Die Weimarer Republik und ihr Untergang sollte uns dabei eine ständige Mahnung sein.“

 

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